Wann eine Dachsanierung fällig ist
Dachziegel und Betondachsteine halten viele Jahrzehnte, doch Unterdach, Lattung, Anschlüsse und Spenglerarbeiten altern oft früher. Typische Anzeichen für eine anstehende Dachsanierung sind:
- Wasserflecken an Decken im Obergeschoß oder auf dem Dachboden
- verschobene, gebrochene oder poröse Ziegel
- Moos- und Flechtenbewuchs, der Feuchtigkeit hält
- undichte Anschlüsse an Kamin, Dachfenstern oder Gauben
- korrodierte Dachrinnen und Blechverwahrungen
- fehlende oder unzureichende Dämmung der obersten Geschoßdecke
Auch wenn das Dach noch dicht ist, kann eine Sanierung sinnvoll sein: etwa vor der Montage einer Photovoltaikanlage, damit die Eindeckung nicht nach wenigen Jahren unter den Modulen getauscht werden muss.
Ein regelmäßiger Blick auf das Dach – etwa nach Stürmen oder starkem Hagel – hilft, kleine Schäden zu beheben, bevor Wasser in die Konstruktion eindringt. Viele Folgeschäden an Dachstuhl und Decken entstehen nicht durch das große Unwetter, sondern durch eine kleine, lange unbemerkte Undichtheit.
Neueindeckung Schritt für Schritt
Bei einer Neueindeckung wird die alte Deckung samt Lattung abgetragen. Danach prüfen wir den Dachstuhl auf Schäden und tauschen bei Bedarf einzelne Hölzer. Anschließend folgt der neue Aufbau:
- Unterdach oder diffusionsoffene Unterdeckbahn als zweite wasserführende Ebene
- Konterlattung für die Hinterlüftung
- Lattung passend zum gewählten Deckmaterial
- Eindeckung mit Ziegel, Betondachstein oder Blech
- Spenglerarbeiten an Rinnen, Kehlen, Kamin- und Wandanschlüssen
Für Flachdächer setzen wir entsprechende Abdichtungssysteme mit Gefälledämmung ein, damit Wasser zuverlässig abläuft.
Beim Deckmaterial beraten wir Sie unabhängig: Tondachziegel sind langlebig und klassisch, Betondachsteine preislich attraktiv, Blechdächer leicht und für flache Neigungen geeignet. In Schutzzonen und bei manchen Bebauungsplänen sind Material und Farbe vorgegeben – das berücksichtigen wir bei der Auswahl.
Dämmung: das Dach als Energiesparer
Über ein ungedämmtes Dach geht ein großer Teil der Heizwärme verloren. Bei der Dachsanierung bietet sich die beste Gelegenheit, das zu ändern. Je nach Situation kommen folgende Lösungen in Frage:
- Aufsparrendämmung: durchgehende Dämmschicht über dem Dachstuhl, ideal bei Neueindeckung und bewohntem Dachgeschoß
- Zwischensparrendämmung: Dämmung zwischen den Sparren, häufig mit Ergänzung unter den Sparren
- Dämmung der obersten Geschoßdecke: kostengünstig, wenn der Dachboden nicht bewohnt wird
Thermische Sanierungen werden in Österreich auf Bundes- und Landesebene gefördert. Die Förderbedingungen ändern sich regelmäßig; wir weisen Sie rechtzeitig darauf hin, dass Anträge oft vor Baubeginn gestellt werden müssen.
Zusätzlich verbessert eine gute Dämmung den sommerlichen Wärmeschutz.
Photovoltaik von Anfang an mitplanen
Wer eine PV-Anlage plant oder sie in den nächsten Jahren nachrüsten möchte, sollte das bei der Dachsanierung berücksichtigen. Wir bereiten das Dach so vor, dass die spätere Montage einfach und dauerhaft dicht gelingt:
- Prüfung und gegebenenfalls Verstärkung des Dachstuhls für die Zusatzlast
- Vorbereitung der Befestigungspunkte bzw. Montage von Dachhaken
- Leerverrohrung vom Dach zum Technikraum oder Zählerkasten
- Planung der Dachflächen ohne unnötige Verschattung durch Gauben oder Kamine
Die Anlage selbst montieren auf Wunsch spezialisierte Partnerbetriebe, die wir in den Ablauf einbinden – so gibt es keine Diskussion, wer für die Dichtheit der Durchdringungen verantwortlich ist.
Organisation, Gerüst und Fixpreis
Eine Dachsanierung braucht gute Planung: Gerüst, Kran oder Materialaufzug, Witterungsschutz und Entsorgung müssen aufeinander abgestimmt sein. Wir arbeiten abschnittsweise und decken offene Flächen bei Regen ab, damit Ihr Haus während der gesamten Bauzeit geschützt bleibt.
Nach einer Besichtigung – bei Bedarf mit Blick auf den Dachboden und den Dachstuhl – erhalten Sie ein Fixpreis-Angebot, das Material, Arbeit, Gerüst und Entsorgung umfasst. Als grobe, unverbindliche Orientierung bewegen sich Neueindeckungen mit Unterdach bei Einfamilienhäusern häufig im Bereich von etwa 120 bis 250 Euro pro Quadratmeter Dachfläche, mit Aufsparrendämmung entsprechend darüber. Den tatsächlichen Preis nennen wir erst nach der Besichtigung.
Ihr fester Ansprechpartner stimmt Dachdecker, Spengler, Zimmerer und Gerüstbauer ab, sodass Sie sich um keine Schnittstelle kümmern müssen.
Leistungsumfang
- Begutachtung von Deckung, Dachstuhl und Anschlüssen
- Abtrag und Entsorgung der alten Deckung
- Neues Unterdach und Lattung
- Eindeckung mit Ziegel, Dachstein oder Blech
- Spenglerarbeiten und Dachentwässerung
- Aufsparren- oder Zwischensparrendämmung
- PV-Vorbereitung mit Leerverrohrung
- Gerüst und Witterungsschutz